Leichtathletikgemeinschaft Bremen-Nord e. V.

v.l.n.r.: Gabriele Rost-Brasholz, Klara Zidlicky, Marc Gogol, Anke Walter, Waltraud Bayer; es fehlt: Inga Reschke; Foto: Zidlicky

Weitestgehend verregnete aber dennoch erfolgreiche Titelkämpfe erlebten die Senioren-Leichtathleten der LG Bremen-Nord bei ihren Deutschen Einzelmeisterschaften im thüringischen Leinefelde-Worbis. Neben den Arrivierten Inga Reschke, Waltraud Bayer und Gabriele Rost-Brasholz sorgte gleich zu Beginn der dreitägigen Veranstaltung jedoch Hammerwerferin Anke Walter für eine Riesenüberraschung.

 

"Ich wusste nicht, dass ich auf dem zweiten Platz liege", berichtete die W55-Akteurin im rot-weißen Trikot nach einem ungläubigen Blick auf die Wettkampfliste direkt nach dem letzten Wurf der Zehner-Konkurrenz. Und dann freute sie sich. In einem an der Spitze engen Feld holte sich Anke Walter mit ihren im vierten Versuch erzielten 33,73 Metern den Deutschen Vizemeister-Titel, mit knappem Vorsprung auf den Bronzeplatz, den Maria Johannes von der LG Bernkastel/Wittlich sieben Zentimeter dahinter belegte. Auf die neue deutsche Meisterin Annette Fuchs von der LG Land-Kreis Aschaffenburg waren es allerdings auch nur 59 Zentimeter Rückstand für Anke Walter. Die bilanzierte: "Es hat heute von der Uhrzeit des Wettkampfes her und meiner Tagesform einfach alles gepasst."

 

Das konnte Diskuswurf-Seriensiegerin Inga Reschke nicht behaupten, denn sie erwischte im Gegensatz zu ihrer Hammerwurf-Vereinskameradin kalte und nasse Bedingungen. Trotzdem gewann Inga Reschke in ihrem ersten W40-Jahr souverän den DM-Titel mit 43,28 Metern vor Anja Thorausch vom FSV Sarstedt mit glatten 39 Metern. "Zwar hatte ich gehofft, dass ich diesmal die 44er-Marke übertreffe, bin aber auf Grund der Wetterlage mit kühlen Temperaturen und Nieselregen mit meinem Ergebnis insgesamt sehr zufrieden", sagte die Nordbremerin. "Nachdem das Einwerfen gut geklappt hatte, hatte ich leider einen ungültigen ersten Wurf. Nachdem der zweite Wurf dann noch etwas verhalten war und bei 42,66 Metern landete, habe ich in den nächsten Würfen versucht, mit mehr Druck zu werfen, was dann leider wieder zu technischen Unsauberkeiten geführt hat", schilderte Inga Reschke ihren Wettkampfverlauf. Ihr Weitenziel wird die LG Nordlerin nun versuchen, am kommenden Sonnabend bei den Norddeutschen Meisterschaften der Hauptklasse in Hannover zu erreichen.

 

Auf der Laufbahn krönte Waltraud Bayer ihre erste Freiluft-DM in der W80 mit einmal Gold und dreimal Silber. Die Vizetitel gab es jeweils hinter der Ausnahmeläuferin Lydia Ritter vom TuS Rot-Weiß Koblenz über 400, 800 und 1500 Meter, wobei Waltraud Bayer über 400 Meter in 106,61 Sekunden und über 800 Meter in 3:53,54 Minuten gleich noch ihre eigenen Bremer Landesrekorde verbessern konnte. Über 5000 Meter lief die LG Nordlerin ebenfalls eine verbesserte Landesrekordzeit mit 30:24,37 Minuten und einer satten Minute Vorsprung auf Elfriede Hodapp von der LG Ortenau Nord.

 

Auf die erwartet starke Konkurrenz in der W70 traf Gabriele Rost-Brasholz, gewann aber über 5000 Meter die Bronzemedaille. In einem fulminanten Schlussspurt behielt die LGN-Aktive in 26:28,18 Minuten mit drei Hundertstelsekunden die Oberhand über Brigitte Nittel vom SV Kirchzarten. Über 400 und 1500 Meter gab es zudem jeweils Rang fünf sowie über 800 Meter Rang vier für Gabriele Rost-Brasholz.

 

Ebenfalls auf gutklassige und starke Felder traf Klara Zidlicky bei ihrem W40-DM-Debüt. Mit Rang sechs in 5:27,05 Minuten über 1500 Meter zeigte sich die LGN-Jungseniorin zufrieden, zumal sie den Schlussspurt gegen Mandy Junghans vom Dresdner SC 1898 klar gewinnen konnte. Eher als mäßig stufte Klara Zidlicky selbst ihren siebten Platz über 800 Meter in 2:37,11 Minuten sowie den achten Rang über 400 Meter in 69,57 Sekunden ein.

 

Auf nicht einmal ein zufriedenstellendes Resultat kam Marc Gogol in seinem ersten M50-Jahr. 10,28 Meter im Dreisprung und Platz vier bedeuteten zwar eine weitere, geringfügige Verbesserung des eigenen Bremer Landesrekordes, doch blies mit 1,5 Meter pro Sekunde auch ein guter Rückenwind. Platz fünf im Hochsprung mit 1,59 Metern war trotz des Regens enttäuschend, weil 1,62 Meter schon zur Bronzemedaille gereicht hätten. Es war eben kein Wetter für Springer ...

 

Inga Reschke - auch in der W40 wieder Deutsche Seniorenmeisterin; Foto: Inga Reschke

 

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